Kalter Krieg an den Dreimühlen

Um kurz nach vier Uhr morgens starteten Andreas und ich einen Fototripp in die Kalkeifel. Es ging zu den Dreimühhlen-Wasserfällen bei Nohn. Es ist immer wieder erstaunlich wie nah doch die tollsten Dinge liegen, die man nicht kennt.
Beim Bau der Eisenbahnlinie Dümpelfeld-Lissenich wurden drei Bäche zusammen- und unter den Bahnkörper umgeleitet. Das sehr stark kalkhaltige Wasser sintert seitdem ein zwei großen Stufen hinunter zum Ahbach. In den Moosen setzt sich pro Stunde etwa 500 g Kalk ab, was zu einer Jahresmenge von 4.500 kg führt. Die Stufen wachsen pro Jahr ca. 10 cm nach vorne zum Bach. Ein wirklich tolles menschgemachtes Naturschauspiel (Quelle Wikipedia.de).
Auf dem Rückweg ging es nach Hoffeld, wo Andreas einen Teil seiner Kindheit verbrachte.
Während der Fahrt nach Blankenheim sahen wir links ein Militärgelände, das nicht wirklich topgepflegt aussieht. Also hielten wir kurz entschlossen, nahmen die Kameras mit und schauten uns das Ganze mal näher an. Durch große Löcher im Zaun konnten wir nun auch von innen durch den Stacheldraht rausschauen. Ein Lost-Place mit großem Spaß. An den Graffitis kann man erkennen, das wir nicht die ersten zivilen Besucher waren. Es handelt sich übrigens um die NIKE-Basis bei Blankenheim-Reetz, die von Belgiern und Amerikanern betrieben wurde. Es arbeiteten etwa 400 Soldaten auf dem Standort, wo wohl auch Atom-Sprengköpfe zum Wettrüsten im Kalten Krieg betrugen. (Quelle: Wikipedia.de). Alles in Allem ein supertoller Fotoausflug mit einem guten Freund, guten Gesprächen, viel Spaß und Bomben-Fotos.

Bubu63 Verfasst von: